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Silvester
Chūnin
Beiträge: 1343 | Zuletzt Online: 19.01.2026
Registriert am:
21.12.2019
Beschreibung
Kategorie: Ninja

Allgemeine Informationen:

Name: Silvester Suzuki

Spitzname: Silver

Alter: 16 Jahre

Geschlecht: Männlich

Spezies: Mensch

Clan: Hyūga-Clan

Name im Bingo-Buch: /

Kopfgeld: /

Rang: Chunin

Dorf: Konohagakure


Vergangenheit, Leben und Beziehungen:

Vergangenheit: Zu aller erst beantworten wir die Frage, warum besitzt Silvester das Byakugan, obwohl er nicht den Namen des Hyūga-Clans trägt? Ganz einfach, er stammt sehr wohl von einem Mitglied dieser Familie ab, allerdings nur väterlicherseits. Silvesters Mutter war eine Schamanin und lebte, mal hier, mal da, im freien Gebiet diverser Dörfer. Silvesters Vater lernte sie kennen, als sie einmal zufällig in Konoha war. Aus Faszination und Liebelei entstand allsbald Silvester. Sein Vater bot seiner Mutter zwar schon an sich dem Clan anzuschließen, aller Gegenrede zum Trotz, doch das wollte die Schamanin nicht. Sie wollte frei sein. Wollte Kräuter pflücken, Knochen ins Feuer werfen und mit den Tieren reden. Trotzdem hielt sie sich nach Silvesters Geburt in den Wäldern Konohas auf, da ihr durchaus klar war, dass ihr Sohn das Byakugan seines Vaters geerbt hatte und das irgendwann trainieren musste. Das sollte sie aber nicht mehr erleben. Als Silvester acht Jahre alt war überfielen einige Nukenin das kleine Lager, welches sie für die Nacht aufgeschlagen hatten und raubten das Hab und Gut der Familie. Als Silvester und seine Mutter sich verteidigen wollten wurde die Schamanin niedergestreckt und Silvester schwer verletzt. Zwei Mitglieder der Anbueinheit, auf der Suche nach den Abtrünnigen, kamen hinzu, als es für Silvesters Mutter schon zu spät war. Sie kümmerten sich um die Nukenins und brachten Silvester ins Dorf, wo ihm das Leben gerettet wurde. Zwei Dinge hielt er fest umklammert bis er wieder erwachte. Der Schädel den seine Mutter auf dem Kopf getragen hatte und der, den sie ihm zu seinem fünften Geburtstag geschenkt hatte. Silvester wurde dem Hyūga-Clan übergeben, doch über einen Mischling war keiner dort froh. Dazu sei noch gesagt, dass Silvesters Vater ein Jahr zuvor an einer Krankheit verstorben war und er wohl erst im Jenseits erfahren konnte was mit seinem Sohn passiert war. Aus dem fröhlichen kleinen, naturliebendem Jungen wurde, noch bevor die Zeit wirklich da war, ein rebellischer Teenager. Er weigerte sich die Kleidung des Clans zu tragen und lief lieber in, für das Dorf schon ungewöhnlichen, Pullovern herum. Auch den Schädel, den ihm seine Mutter geschenkt hatte gab er nicht her und verzierte ihn, ihn immer am Kopf tragend. Er ging zwar brav in die Schule und merkte sich was gesagt wurde, schrieb aber äußerst miese Noten, da er, statt zu lernen, lieber nach draußen in den Wald lief. Wie durch ein Wunder, so denkt zumindest sein Clan, schaffte er aber alle bisher wirklich nötigen Tests, mit halbwegs akzeptablen Noten, ist aber ein Jahr hinter den meisten, wegen seiner seltenen Anwesenheit. Schließlich stieg Silvester zum Genin auf und kam in ein Team mit Akira Haruno und Rain Kurisaki, unter der Leitung von Misaki Uchiha. Die Stimmung im Team war, vor allem zu Anfangs, immer sehr angespannt und seltsam, Silvester taufte es also irgendwann passenderweise auf den Namen "Team Awakward", ein Titel mit dem sie schließlich arbeiteten und unter dem sie zu einem richtigen Team zusammenwachsen konnten. Silvesters einziges Ziel war es nun möglichst schnell Chunin zu werden, um selbst Geld verdienen und ein eigenes Leben führen zu können, dafür trainierte er noch härter und länger und stieg auch bei seinem ersten Prüfungsantritt auf, wobei er sein Team mehr oder weniger zurück ließ. Während ihn das bei Rain weniger störte, die beiden hatten nie eine besonders enge Beziehung, vermisste Silvester immer wieder Akira, der zu einem seiner wenigen Freunde geworden war, doch nach der Chunin-Auswahlprüfung bei der Silvester den Aufstieg schaffte, auf eine Trainingsreise ging. Seit dem haben die beiden sich nicht mehr gesehen, was sich nun aber wieder ändern sollte. Mittlerweile hat Silvester eine eigene Wohnung und ein eigenes Leben, welches er sich nahe dem Nara-Clan aufgebaut hat, welcher ihn mehr oder weniger adoptierte, nachdem er sich mit Yuri Nara anfreundete. Silvester tauschte den Bärenschädel, den er bisher getragen hatte, gegen einen Antilopenschädel aus, welchen er bei seiner ersten Chunin-Mission in der Wüste des Wind-Reiches fand, auf welcher er zusammen mit Yuri war. Es war ein Zeichen für ihn selbst, dass er nun über sich selbst entscheiden konnte. In den letzten zwei Jahren kam Silvester nicht nur mit Akira zusammen, Letzterer lebt nun praktisch auch bei ihm, ein Umstand, der sich so natürlich und von selbst eingestellt hat, dass er es selbst kaum bemerkt hat, nun trägt er auch den alten Schamenen-Schädel seiner Mutter und lässt seine Hyuugaseite ebenfalls zu.

Familiensituation: Hyūga-Clan – Nicht sonderlich beliebt dort, Mutter - Tot

Besondere Beziehungen: Akira Haruno - festerFreund
Yuri Nara - gute (beste) Freundin
Rain Kurisaki - ehem. Teamkollegin
Misaki Uchiha - Sensei
Nara-Clan - Wie eine Familie

Ziele: Silvester ist aktuell noch auf der Suche nach einem neuen Ziel, vorerst will er weiterhin etwas Geld verdienen, sein Leben in Frieden Leben und weiter sein Leben mit Akira teilen

Träume: Silvester will ein Schamane werden, wie seine Mutter einer war.


Aussehen:

Haarfarbe: Silvesters einst braun-rötlichen Haare sind über die letzten zwei Jahre erst immer dunkler und dann schwarz geworden, so dass er die typische Hyuuga-Haarfarbe hat. Er ließ nun auch zu, dass seine Haare länger wurden, womit er für sich selbst nun auch Frieden mit der Seite seines Vaters in sich geschlossen hat.

Augenfarbe: Er hat die typischen, pupillenlosen, weißen Augen seines Clans.

Kleidungsstil: Silvester trägt immer noch weiche Kapuzenpullover und einfache Stoffhosen, aber grundsätzlich keine Schuhe.

Besonderheiten: Der junge Ninja hat makellose weiße Haut. Zumindest makellos, bis auf eine lange Narbe, die von seinem rechten Knie, hinauf über seine Hüfte führt, zusammen mit einigen kleineren Narben, die er sich durch seinen Job als Chunin zugezogen hat. Zudem trägt Silvester immer den Schädelknochen eines sagenhaften Saygons auf dem Kopf, einer Art von Bären die Hörner auf dem Kopf tragen, es ist der alte Schamanen-Schädel seiner Mutter, manchmal verziert Silvester ihn mit glitzernden Fäden oder Leuchtketten. Tiere mögen ihn. Silvester hat mittlerweile eine gute Größe von 1,70 m.


Charakter:

Charaktereigenschaften: Silvester ist ein frühreifes Kerlchen, das schon lange in seine rebellische Phase eingegangen ist. Er lässt sich nur schwer etwas befehlen und legt Wert darauf frei wie ein Vogel zu sein. Silvester liebt Tiere, ist sozial aber etwas unbeholfen. Spricht man mit ihm über die Natur dringt man in Rekordzeit zu ihm durch, versucht man es über Drohungen und Regeln stößt man aber gegen eine betonharte Mauer. Mittlerweile ist Silvester etwas einfacher geworden, durch gute Freunde und viel Zeit ist er nun umgänglicher, auch wenn er mit sozialen Themen und passenden Reaktionen immer noch seine Probleme hat.

Was ich mag: die Natur, Vögel, Knochen, Feuer, bunte Sachen, Beeren, Nägel, Sticker, Akira, Yuri

Was ich nicht mag: Schuhe tragen, angemotzt werden, Regeln, den Hyūga-Clan, wenn Akira verletzt wird

Das macht mir Angst: Ninjas aus fremden Dörfern.


Kampfstil:

Waffen: /

Chakranatur: Erde und Wasser

Stil: Kekkei Genkai (Byakugan), Ninjutsu, Tajutsu

Stärken: Ninjutsu, Tajutsu, Intelligenz, körperliche Stärke, mit Tieren verständigen

Schwächen: Genjutsu, Aufmerksamkeit, soziale Kontakte, Akira, seine wenigen Freunde im allgemeinen
    • Silvester hat einen neuen Beitrag "Konoha-Krankenhaus" geschrieben. 08.12.2025

      Zu meiner Überraschung stand nach meinem Fall nicht Miari als erstes in der Türe, sondern die Person von der ich am wenigsten wollte, dass sie mich so sah wie ich jetzt war, nass und schwach, auch wenn sie mich bereits in viel prekäreren Situationen gesehen hatte. Akira lief förmlich zu mir und half mir dabei mich aufzurichten. So gerne ich den Iryōnin auch aonst immer um mich hatte, spürte ich wie sich in mir der Frust langsam zu einem hässlichen, stachligen Ball formte, der gewaltsam nach außen drängte. Es geht mir gut. Schwach wie ein Kätzchen versuchte ich mich von Akira zu lösen, doch konnte keine wirkliche Kraft aufwenden, zu erschöpft war mein Körper bereits durch meine bisherigen Bewegungsversuche.

    • Silvester hat einen neuen Beitrag "Konoha-Krankenhaus" geschrieben. 07.12.2025

      Mirai verließ den Raum und nach einem kurzen Blick auf Hila beschloss ich, dass ich mich nicht von einem Vertrauten Geist aufhalten lassen wollte, selbst wenn dieser Mirai ohne Zweifel sofort berichten würde, dass ich mich umgehend unserer Abmachung widersetzt hatte, aber ich fand auch, dass ich schon genug geruht hatte. Ich hatte auch schon genug Kraft um mich wacklig und heftig schwankend auf die Knie zu hiefen. Die Probleme begannen erst als ich versuchte ein Bein vorzuziehen um mich darauf zu stützen. Ich schaffte es mühevoll meinen Fuß auf den kalten Boden zu stellen, doch als ich mich hochdrückte reichte meine Kraft nicht aus noch das andere Bein unter mich zu ziehen, denn die belastete Extremität hielt dem Druck nicht stand und brach unter mir weg wie eine trügerische Schneedecke deren Oberfläche leicht angeeist war. Da ich nun aber mit etwas mehr Schwung hatte arbeiten wollen schaffte ich es doch sehr erfolgreich nicht wieder auf den Boden neben Hila zu krachen. Stattdessen knallte ich in das kleine Tischchen neben meinem Krankenbett auf dem sich unter anderem ein Krug mit Wasser befand, welcher umkippte und mich zu allem Unglück auch noch nass machte. Ungewöhnlich für meine sonst eher in der Stille leidende Natur entkam mir nun ein deutlich hörbares Geräusch der Frustration in Form eines genervten Murrens. Ich konnte die Schmerzen ertragen, sie störten mich nicht mehr so sehr, was mich wahnsinnig machte war, dass meine Genesung so lange dauerte, dass ich trotz allem Übens einfach nicht besser wurde.

    • Silvester hat einen neuen Beitrag "Konoha-Krankenhaus" geschrieben. 25.07.2025

      Eigentlich hatte ich lieber weiter schweigen wollen, das war meine Antwort auf sie meisten Dinge um mich herum, dich ich konnte einem Tier nicht die selbe Raktion zukommen lassen wie einem Menschen, das brachte ich nicht über mich. In anderen dagegen schon. Ich sah Hila aus dem Augenwinkel heraus an und starrte dann wieder düster an die weiße Decke über mir, die vor Pains Angriff noch strahlen weiß gewesen war, doc nun so wie gefühlt alles von einer gräulichen Staubschicht überzogen war. Mirais Angebot ließ mich allerdings den Blick auf die Kunoichi richten, soweit ich es eben konnte. Ich hatte nicht vor mich auszuruhen, aber die Sehnsucht nach draußen zu kommen war unbändige stark. So stark, dass ich tatsächlich gewillt war zuzustimmen, außerdem würde ich so vielleicht die Ruhe haben ein bisschen weiter alleine meinen düsteren Gedanken nachzuhängen. Und vielleicht würde Akira sich mir draußen anschließen, wenn er es schaffte sich die Zeit dazu freizuschaufeln, er hatte schließlich zu viel zu tun. Wie alle anderen auch. Außer mir. Okay, von mir aus. Ich hatte nun eine ganze Weile wieder geschwiegen und meine Möglichkeiten abgewogen, erst dann hatte ich meinem Beschluss geäußert.

    • Silvester hat einen neuen Beitrag "Das Schicksal zweier Seelen [AU]" geschrieben. 24.07.2025

      Mit schnellen, lautlosen Schritten lief ich fast mit meiner Last aus menschlichem Leben durch den Wald dem nahen Bach zu, der meine Wasserquelle für diesen Bereich des Waldes darstellte. Rasch war er erreicht und ich legte Akira auf den Rücken, den Kopf auf das moosige, weiche Ufer des plätschernden Wasserlaufs gebettet. Mit ein bisschen herumgeschiebe war dann der obere Teil seines Schädels nah genug am Wasser, dass seine Haare bereits im kalten Nass schwammen. Ich kniete neben Akiras Kopf nieder und begann vorsichtig das sehr frische Wasser über den Schopf meines Patienten zu schöpfen, um Haare und Schorf aufzuweichen und Blut und Dreck abzuwaschen. Als die rosanen Haare dann feucht genug war begann ich mit meinen langen, schmalen Finger durch die nassen Strähnen zu fahren, um sie nach und nach voneinander zu lösen. Ohne es zu realisieren versank ich bald in einem sanften Muster und massierte um die ertasteten Wunden herum die Kopfhaut nun eher als sie strickt nur abzuwaschen.

    • Silvester hat einen neuen Beitrag "Das Schicksal zweier Seelen [AU]" geschrieben. 10.07.2025

      Akira brauchte einen Moment um sich zu sammeln und ich begann ungeduldig mit den Zeigefinger auf den weichen Erdboden zu tippen, auf welchem ich mich mit der dazugehörenden Hand abstützte. Ich zeigte eigentlich nicht oft Ungeduld, oder auch Nervosität, offen, wenn man das denn als offen bezeichnen wollte und ich wunderte mich etwas über mich selbst, doch da ich keine Zeit hatte mich jetzt damit zu beschäftigen, schob ich den Gedanken weg. Alira bestätigte meine Befürchtungen, dass er am Kopf eine Verletzung hatte, die wir beide wohl übersehen hatten. Scheiße. Ich kann so nichts sehen. Wir müssen zum Bach. Ohne weitere Erklärungen zu geben, oder auch nur daran zu denken, dass das vielleicht abgebracht wäre, schob ich meine Arme unter Akiras Körper und hob diesen hoch. Einen Arm hakte ich unter die Kniekehlen meines Patienten und schob den anderen unter seinen Rücken, den ich mit festem Griff sicherte. Sowie ich stand gab ich mir Mühe Akira so zu kippen, dass sein Kopf an meiner Schulter lehnen konnte und machte mich dann schnellen Schrittes auf den Weg zum nächstgelegenen Wasserlauf.

    • Silvester hat einen neuen Beitrag "Das Schicksal zweier Seelen [AU]" geschrieben. 06.07.2025

      Ich war bereits wieder seit Stunden auf den Beinen, als Akira endlich wieder erwachte und saß gerade im Lotussitz vor dem Höhleneingang und meditierte. Um uns herum herrschte eine Stille, die es nur in einem Wald geben konnte, in welchem jedes Wesen zur Ruhe gekommen war und in welchem die Baumwipfel schwiegen. Ich wurde jäh aus meiner Meditation gerissen, als ein unverhoffter Windhauch an mir vorbei zu streichen schien und ein leises Wimmern den Frieden um mich herum zerbrach. Ich erkannte an dem Ton sofort Akira und während mein Geist langsamer zurückkehrte, war mein Körper bereits in Bewegung und ich kniete schon an Akiras Seite, als ich mir endlich wieder selbst gewahr wurde. Sowie aber mein Körper und meine Seele sich erneut fest verbanden musterte ich meinen Patienten mit kritischem Blick. Wo ist der Schmerz? Klar und deutlich und direkt zum Punkt, denn ich hatte keine Zeit für lange Reden.

    • Silvester hat einen neuen Beitrag "Das Schicksal zweier Seelen [AU]" geschrieben. 03.07.2025

      Ich zog zu meiner Stirn auch noch meine Nase kraus und schüttelte den Kopf über Akiras Bestehen darauf mich als Fujin zu bezeichnen. Ehe ich mich noch ohne ein Wort wieder einer anderen Beschäftigung zuwenden konnte, sackte Akira in sich zusammen. So schnell, das ich wirken mochte wie ein fliehender Schatten, war ich auf den Beinen und an Akiras Seite. Ein Atemzug, von dem ich nicht bemerkt hatte, dass ich ihn angehalten hatte, verließ in einem Seufzen wieder meine Lungen, als ich sah, dass der andere Mann nur eingeschlafen war. Ich hab ihm doch gesagt er soll sich nicht verausgaben. Aber nein... Ich brachte den vermutlich mehr bewusstlosen als schlafenden Körper in eine bequemere Position und nutzte den Moment um Akiras Wunden mit neuen Kräutern und Moos zu versorgen. Leise summend und ab und zu ein paar Worte in der alten Sprache murmelnd, die mir meine Mutter beigebracht hatte, arbeitete ich mit flinken Fingern und war so recht bald fertig. Dann allerdings hielt ich plötzlich inne und starrte Akiras Kopf einige lange Minuten intensiv an. Ich hatte bisher kaum die Zeit gehabt mir den Shinobi vor mir genauer anzusehen, von den schweren Verletzungen an seinem sichtbaren Körper einmal abgesehen, und ich sah Leuten grundlegend nicht oft ins Gesicht. Jetzt aber machte ich, nach einigen Momenten des anstarrens, in den pinken Haaren meines Patienten dunklere Stellen aus, die die helle Farbe durchschnitten und die sonst wohl recht fluffigen Strähnen verklebten. Ich beugte mich letztlich vor und versuchte genauer auszumachen woher das Blut in Akiras Haaren stammte, ob es von seinen schweren Wunden kam, das seines Gegners war oder, was fatal sein konnte, von Verletzungen an seinem Kopf herrührte. Ich konnte aber nicht recht erkennen welche der drei Optionen es war, Akiras Haare waren zu verklebt von Blut, Schweiß und Blättern und Schmutz und erlaubten den Blick auf seine Kopfhaut nicht. Frustriert setzte ich mich zurück auf meinen Platz und musste schließlich einsehen, dass ich dieses Rätsel nicht lösen konnte, solange Akiras Haare zu verdreckt waren. Dann muss ich sie eben waschen. Sobald er wieder wach ist gehen wir zum Fluss. Vorerst sollte Akira aber schlafen, sein Körper brauchte die Ruhe um zu heilen. Schließlich erlaubte auch ich dem Schlaf mich mit in sein Reich zu nehmen und schlummerte, eingerollt, ähnlich einer Katze, am nackten Waldboden ein, im Eingang zur Höhle, in der Akira schlief.

    • Silvester hat einen neuen Beitrag "Konoha-Krankenhaus" geschrieben. 13.06.2025

      Wenn ich nur die Kraft dazu gehabt hätte, dann hätte ich Mirais Hände weggeschoben, ich wollte ihre Hilfe nicht, denn wenn ich es nicht einmal selbst schaffte mich umzudrehen, wie sollte ich dann je wieder auf die Beine kommen? Wortwörtlich. So dankbar ich auch natürlich dafür war, dass meine Schmerzen nachließen, wer wäre das nicht, so sehr störte mich auch dieser Akt der Freundlichkeit, des Mitleids. Ich musste das selbst schaffen. Nachdem ich mich aber kaum wehren konnte lag ich bald mit einem Polster unter dem Kopf auf dem Rücken und starrte missmutig zur weißen Zimmerdecke hoch. Von hier aus sah ich nun nicht einmal mehr einen der drei Bäume vor meinem Fenster. Ich muss hier raus.

    • Silvester hat einen neuen Beitrag "Konoha-Krankenhaus" geschrieben. 11.06.2025

      Ich hätte wohl vor Frustration aufgeschrien, wenn ich nicht immer noch so außer Atem gewesen wäre, wobei meine Schnerzen allerdings auch wirklich nicht halfen. Stattdessen gab ich also zwischen meinem Keuchen ein genervtes Knurren von mir. Plötzlich aber flauten meine Schmerzen ab und da ich mir sicher war, dass meine, wenn auch recht erfolgreichen und vor allem geübten, Übungen dagegen nicht so schnell wirken konnten, mischte sich in meine Frustration recht schnell Verwunderung. Meine Sicht stellte sich sehr schnell wieder ein, auch dank dem abgeschwächten Schmerz, und ich sah neben mir eine Katze sitzen, die mir bekannt war. Sie war nämlich keine normale Katze sondern ein Vertrauter Geist, spezifisch einer von jenen die zu Mirai Namikaze gehörten. Diese war auch nun an meiner Seite, ganz die allzeit bereite Iryōnin. Die, der ich unter anderem mein Leben verdankte, denn sie hatte das Jutsu geleitet, welches die schlimmsten meiner Verletzungen geheilt hatte. Was!? Ich war Mirai unfassbar dankbar für ihre Leistung, natürlich, und ich sah auch ein, dass ich mich etwas respektvoller ihr gegenüber verhalten sollte, absolut, und auch, dass ich mich bei ihrem Vertrauten Geist zu bedanken hatte, das würde ich auch bald tun, aber ich hatte gerade einfach keine Energie dafür diese Dinge umzusetzen. Stattdessen war meine Antwort nun also schnippisch und ich sah keinen der beiden anderen an, während ich mit schweren, zitternden Armen versuchte meinen Körper wieder vom Boden hochzudrücken, oder wenigstens mich vom Bauch auf den Rücken zu drehen.

    • Silvester hat einen neuen Beitrag "Konoha-Krankenhaus" geschrieben. 08.06.2025

      Ich atmete erleichtert auf, als Akira sofort verstand und sich zu mir ins Bett gesellte. es schmerzte, als mein Partner mich an sich zog, doch es war zu ertragen und es vollkommen wert, als ich endlich seinen bebenden Körper an dem meinen spüren konnte. Ich schaffte es mein Gesicht irgendwie zwischen Akiras Brust und Kinn zu schmiegen und erlaubte mir dann auch endlich wieder die schweren Augenlider zu schließen. Ich lauschte dem Geräusch seines Herzens und fühlte mich in die Bewegungen seines Atems ein. Endlich entspannte sich mein schmerzender Körper wieder völlig und ich war im selben Moment weg wie Akira, zurück in der Welt der Schlafenden und der Bewusstlosen.

      (kurzer Zeitsprung)

      Keuchend rang ich nach Atem und hatte das bestimmte Gefühl gleich einfach zusammenzuklappen, aber trotzdem machte ich mit hart aufeinander gepressten Kiefern einen weiteren Schritt nach vorne, wenn man das vorschieben mein es Fußes denn wirklich so nennen konnte. Alleine mich auf die beiden Krücken zu stützen, die es mir erst ermöglichten zu stehen, kostete mich eine Menge an Kraft und Mühe, die mir einfach nur lächerlich in ihrer Fülle vorkamen. Meine Beine dazu dann noch zu bewegen war eine Leistung, auf welche ich laut der Schwester die meine Übungen überwachte stolz sein sollte, doch es fühlte sich nicht wie ein Sieg an. Zugegeben, ich hätte eigentlich überhaupt noch im Bett bleiben sollen, aber ich hatte jetzt schon den Hals voll von dem vielen Liegen, das ich hier tun sollte. Ich wollte endlich wieder raus aus diesem Raum, in dem ich vor kurzem erst aufgewacht war, und zurück in die Natur und nicht weiter hier drinnen bleiben, wo ich aus dem Fenster kaum drei Bäume erblicken konnte. So hatte ich schließlich also meinen Willen durchgesetzt und meine physische Therapie beginnen dürfen. Tatsächlich hatte ich meine Übungen für heute auch schon erledigt und war angewiesen worden im Bett zu bleiben, doch wie schon die Male davor war ich sehr bald wieder auf den Krücken gewesen und hatte mich weiter in Bewegungen geübt, welche mir bis vor meinem Kampf gegen Pain so leicht wie das atmen von der Hand gegangen waren. Frustriert sah ich auf meinen schwer zitternden Körper hinab und versuchte einen weiteren Schritt, doch das war wohl doch zu viel gewesen, denn statt zumindest ansatzweise sicher auf dem anderen Fuß zu stehen, knickte das neu belastete Bein unter mir weg und ich stürzte zu Boden. Einen Moment wurde mir Schwarz vor Augen, wegen des gellenden Schmerzes, der wie eine brausende Welle durch meinen Körper fuhr, doch ich bemühte mich sofort ihn wenigstens genug unterdrücken zu können, um wieder atmen zu können, darin hatte ich wenigstens Übung.

    • Silvester hat einen neuen Beitrag "Das Schicksal zweier Seelen [AU]" geschrieben. 08.06.2025

      Ich würde nicht behaupten, dass das mein Verdienst war. Akira hatte seine Realität bereits geändert gehabt, als er sich dazu entschied Shinji zu töten und ich hatte die meine geändert, als ich Akiras Leben gerettet hatte, statt einfach wieder zu gehen. Die Realität war für mich ein komplexes und wankelmütiges Konzept, sie war nie gleich, kein Tag war wie der nächste und keine zwei Personen befanden sich in der selben Form der Wirklichkeit. Nicht wahrhaftig jedenfalls. Akiras letzter Satz sorgte allerdings dazu, dass ich hinter meinem Schamanenschädel in Unverständnis die Stirn kräuselte. Was redest du denn da?

    • Silvester hat einen neuen Beitrag "Das Schicksal zweier Seelen [AU]" geschrieben. 03.06.2025

      Ich ließ mir viel Zeit mit meiner Antwort auf Akiras leise Worte, ich band die letzten Kräuter zusammen und hängte sie zum trocknen auf, dann setzte ich mich noch im Schneidersitz hin und strich mein langes, dunkles Gewand glatt. Anschließend ließ ich meine Hände in den langen Ärmeln verschwinden, welche meine Arme bedeckten und platzierte sie dann in meinem Schoss. Die Realität lässt sich verändern, durch ein Wort, oder eine Tat. Sie ist eine launische Fujin. Ich wählte meine Worte mit bedacht und sprach langsam. Auch das Wort "Fujin" wählte ich mit Absicht, denn es bezeichnete eine höher gestellte Frau und für mich nun auch eine höhere Macht, jemand der über einem stand.

    • Silvester hat einen neuen Beitrag "Konoha-Krankenhaus" geschrieben. 03.06.2025

      Ich ließ meinen instinktiv angehaltenen Atem langsam wieder entweichen, als Akira mir eine positive Antwort auf meine Frage gab. Er war okay, das war das wichtigste. Oh wie gerne ich meinen Partner in meine Arme gezogen hätte, sein Schluchzen schnitt mir ins Herz und schmerzte mehr als jede Verletzung es gekonnt hätte. Ich sah hoch in seine wundervollen, tiefen grünen Augen, die mich feucht und müde ansahen und in denen meine ganze Welt lag. Ich fühlte wie mein Körper nun schon durch die kurze Spanne des Wachseins erschöpft war und meine Lider wurden immer schwerer, aber stur zwang ich mich dazu sie offen zu halten, ich wollte Akira nicht ajs den Augen lassen, wollte mich weiter davon überzeugen, dass er bei mir war und nicht in den Trümmern des Krankenhauses verschüttet war, welches ich mit meinem Leben verteidigt hatte. ...mer... Ich hustete und verkrampfte im selben Moment jeden Muskel den ich rühren konnte, als eine Welle des Schmerzes durch meinen Körper fuhr. Ich zwang mich dazu wieder tief durchzuatmen, als der Hustenreiz nachgelassen hatte und biss einen Moment die Zähne aufeinander, ehe ich einen weiteren Versuch startete mich mitzuteilen. K...om... her. Besser würde es wohl nicht werden und ich hoffte Akira würde trotzdem verstehen. Ich wollte ihn näher bei mir fühlen, seine Wärme, die Kurven seines vertrauten Körpers.

    • Silvester hat einen neuen Beitrag "Konoha-Krankenhaus" geschrieben. 17.05.2025

      Ich wollte meine Arme um Akira schlingen und ihn an mich ziehen, wollte die Zweifel und den Schmerz aus seinem Gesicht wischen, bis dass nur noch Freude und Glück darin zu sehen war, ich wollte ihn beschützen und umschlingen und nie wieder loslassen. Doch es fehlte mir an Kraft um all das zu tun, eben noch schaffte ich es seine Hand erneut zu drücken, nicht einmal näher zu mir ziehen vermochte ich den Mann den ich so sehr liebte. Wenigstens letzteres musste ich aber auch nicht tun, denn Akira lehnte sich von selbst näher und einen Moment musste ich meine Augen schließen, als ich seine warme Stirn gegen der meinen fühlte, denn diese Geste löste ein Gefühl von Sicherheit in mir aus, welches mein herz durchflutete. Rasch aber öffnete ich die schweren Augenlider wieder, denn ich wollte Akira sehen, ich wollte mich davon überzeugen, dass er hier vor mir war und ihm nichts passiert zu sein schien, immerhin nichts was mit dem Angriff zu tun gehabt hatte, an welchen ich wohl eigentlich denken müsste, doch in meinem Gehirn hatte nichts Platz als Akira und meine Fragen um seine Sicherheit. Deshalb versuchte ich gar nicht erst irgendwelche Nachfragen zu eigentlich auch Brennenden Thema zu stellen, wie etwa, was geschehen war, oder wie es um das Dorf stand, oder auch warum ich überhaupt noch lebte. Es gab eine viel wichtigere Frage, die ich nur mit Mühe formulieren konnte. B-ist du.. ok-kay...? Meine Kehle brannte förmlich vor Trockenheit, aber diese Frage war zu wichtig um sie nicht zu stellen, nur weil sich mein Mund anfühlte als hätte ich mit Sand aus der Dämonenwüste gegurgelt. Zwar konnte ich mich nicht viel rühren, aber ich schaffte es mich in Akiras Hand in meinen Haaren zu schmiegten, gegen die leichte Berührung seiner warmen Finger. Gerne wollte ich Akira nun auch versichern, dass ich wirklich hier war und nun da ich erneut erwacht war, gegen alle meine Erwartungen, nicht vorhatte ihn wieder zu verlassen, doch zum einen wusste ich, dass ich jederzeit wieder bereit wäre mein Leben für das seine zu Opfern und meine Zusicherung damit nicht das Gewicht haben würde, welches sie eigentlich verdiente, und zum anderen waren bereits die drei eben gekrächzten Worte hart genug gewesen herauszubekommen. Stattdessen versuchte ich Akira also mit meinem Blick, meinem Halt an ihm und mit allen anderen Sinnen zu vermitteln, dass ich bei ihm war, dass diese unwirkliche Realität, welche ich selbst noch gar nicht recht fassen konnte Wirklichkeit war.

    • Silvester hat einen neuen Beitrag "Konoha-Krankenhaus" geschrieben. 10.05.2025

      Ich glaubte nicht, dass ich die Stärke gehabt hätte meine Augen zu öffnen, wenn nicht kurz nach meinem Kraftaufwand meine Hand zu bewegen Akiras Stimme ertönt wäre und meine nach und nach wieder einsetzenden Sinne mir mitteilten, dass mein Freund sich eben bewegt hatte und mir nun nah genug war, dass ich seinen Atem auf meiner Haut fühlen konnte. Zum Glück blockierte er auch das mir so grell vorkommende Tageslicht um uns herum, das mir sofort in die Augen stach sowie ich diese versuchte zu öffnen. Meine Bemühungen ergaben zu nächst nur ein leichtes Blinzeln, meine Augenlider fühlten sich wie Blei an, aber der Wusch meinem Partner anzusehen siegte letztlich über die Versuchung weiter mit geschlossenen Augen liegen zu bleiben. Endlich gelang es mir aber doch die Lider aufzuschlagen und zunächst sah ich meine Umgebung nur in einer Mischung aus Schatten, Licht und sehr verschwommenen Farben, doch ich richtete sie instinktiv genau auf die richtige Stelle, denn an dieser konnte ich nach ein paar weitere Malen blinzeln endlich nach und nach die wundervollen, grünen Augen der Person ausmachen, für die ich lebte und dachte auch gestorben zu sein. Ak...ira. Meine Stimme war kaum zu hören und brach mitten in dem Namen, der mir wie Honig süß auf den trockenen, gesprungenen Lippen schmeckte. Ich lebte noch und hier über mir lehnte der Mann für den ich dieses Leben gerne hergegeben hätte, es aber auch für ihn weiterleben wollte.

    • Silvester hat einen neuen Beitrag "Konoha-Krankenhaus" geschrieben. 28.04.2025

      Die Dunkelheit in der ich zu schweben schien war nicht gerade das als was ich mir den Tod vorgestellt hatte, auch wenn ich mir nicht ganz sicher war was ich erwartet hatte. Am ehesten vielleicht noch, dass meine Seele irgendwie wiedergeboren wurde, aber dann wüsste ich bestimmt nicht mehr wer ich war. Außerdem hatte ich mir den Tod immer schmerzlos vorgestellt und während ich nun nicht mehr so sehr litt wie noch ehe ich in diese auf eine gewisse Weise harsche Dunkelheit gefallen war, fühlte ich doch starke Schmerzen, wenn sie auch abgeschwächter schienen. Sie kamen in Wellen und wenn sie nicht auf einer Höhe waren wirkten sie mehr wie eine Erinnerung als dass sie sich aktiv durch meinen Körper fraßen. Zeit schien es für mich gar nicht mehr zu geben, ich sah nichts als absolute Dunkelheit, völlige Leere, und eine vollkommene Stille lag auf meinen Ohren und schien sie förmlich einzudrücken. Dann sah ich von einem Moment auf den anderen etwas, ein sanftes und doch starkes Licht, das mir immer näher kam. Aus dem reinen Licht schälte sich eine Gestalt und in dieser Gestallt erkannte ich... Mum? Meine Lippen bewegten sich nicht und es kam kein Ton zustande, als ich sprach und doch wusste ich, dass ich meine ungläubige Frage gestellt hatte. Eine Frau mit kurzen, hellen Haaren stand nun vor mir, vielleicht schwebte sie auch, es war nicht wichtig. Die Frau war klein und schmal, doch ihre Hände waren von Hornhaut und kleinen Narben übersäht und machten den sehr richtigen Anschein, dass in ihnen weit mehr Stärker innewohnte als die Statur der Frau es anmerken ließ. Die obere Hälfte ihres Gesichts war von einem Schädel verdeckt, dem selben, welchen ich mittlerweile trug, und die untere, von Wetter gegerbt und doch noch immer voll jugendlichem Glanz, umspielte das geheimnisvolle und auch so warme Lächeln, das ich seit vielen Jahren so schmerzlich vermisste. Wieder durchfuhr eine frische Welle von Schmerz meinen Körper, dessen ich mir außerhalb dieser Momente überhaupt nicht bewusst war, doch im selben Moment spürte ich etwas an meiner Wange, ein Gefühl als würden die ersten warmen Strahlen der Sonne nach einer langen, kalten Nacht auf meine Haut treffen. An dieser Stelle verschwand der Schmerz und ich realisierte, dass meine Mutter ihre Hand an mein Gesicht gelegt hatte, wie sie es oft getan hatte, wenn ich als Kind einmal krank gewesen war und im Fieber gelegen hatte. Ich konnte ihre Haut nicht an meiner Spüren, doch die sanfte Berührung hatte den selben, lindernden Effekt, den sie damals ebenfalls stehts auf mich zu haben gehabt schien. "Du bist so groß geworden." Auch die Stimme meiner Mutter hörte ich nicht wirklich und trotzdem klangen ihre Worte in mir nach, so als hätte sie ihre Worte ganz klar gesagt. Wenn ich fähig dazu gewesen wäre, dann hätten nun Tränen meine Wangen bedeckt. Tränen der Freude und der Trauer gleichermaßen, denn meine Mutter war so tot wie es ein Mensch nur sein konnte, bereits seit vielen Jahren, aber trotzdem war sie hier, ihre Präsenz hätte ich immer und überall wiedererkannt. Das hier war vollkommen anders als es ein Genjutsu hätte sein können, zu detailliert, zu exakt der Wahrheit entsprechend. Ich hinterfragte diesen Moment keine Sekunde, auch wenn ich viele Fragen hatte, auch wenn ich sehr verwirrt war, doch dass ich meine Mutter gerade wirklich wiedersah zweifelte ich nicht im geringsten an. Es konnten Stunden vergangen sein in denen wir uns nur ansahen, in denen die Schmerzen verebbten und wieder aufkamen und nur an der Stelle ausblieben, welche meine Mutter berührte, vielleicht waren es auch Tage, oder nur Sekunden, doch Zeit spielte keine Rolle, nicht hier wo ich jetzt war, was auch immer das sein mochte. Ich stellte keine einzige meiner vielen Fragen, ich schwieg und sah nur immerfort in das lächelnde Gesicht meiner geliebten Mutter. Doch dann meinte ich etwas zu hören, wirklich zu hören, anders als die sanfte Stimme meiner Mutter zuvor. Ich konzentrierte mich und je mehr ich es versuchte, umso deutlicher konnte ich verstehen was gesagt wurde, fast schmerzhafte, reale Worte, die, obwohl sie nur geflüstert waren, meinen Körper, von dem ich gar nicht mehr gewusst hatte, dass ich ihn besaß, förmlich durchzurütteln schienen. Akira. Ich hätte seine Stimme überall wiedererkannt. "Ich bleibe hier. Ich bleibe bei ihm." Der Blick meiner Mutter, fast verborgen hinter ihrem Schamanenschädel, wanderte zu einem Punkt über meine Schulter hinweg und ihr Lächeln nahm diesen verschmitzten Zug an, der von ihrer spitzbübischen Art erzählte, mit der sie das Leben gerne betrachtet hatte. "Es ist noch nicht die richtige Zeit, dass wir wieder beisammen sein können, mein Schatz. Es gibt da jemanden, der dich mehr braucht. Den du mehr brauchst." Ihre dunklen Augen richteten sich erneut auf mich und ich konnte sie mehr zwinkern fühlen als sehen. "Ich freue mich schon darauf deinen Akira kennenzulernen. Aber erst später. Viel später." Die Wärme verschwand von meiner Wange und ich verspürte sowohl das starke Bedürfnis zu versuchen dieses Gefühl wiederzubekommen und nach meiner Mutter zu greifen, ohne zu wissen ob ich überhaupt noch Hände hatte, als ich den überwältigenden Drang mich umzudrehen und Akiras Stimme zu folgen, herauszufinden warum er so müde und verzweifelt geklungen hatte, um ihm beizustehen. Der Blick meiner Mutter wurde wieder sanft, eine Art von Verständnis die eben nur eine Mutter empfinden und widerspiegeln konnte lag darin. "Geh jetzt, mein kleines Reh. Ich hab dich lieb." Sie verschwand genauso plötzlich wie sie gekommen war, doch mir blieb gar keine Zeit ihr hinterher zu rufen oder zu trauern, denn die vollkommene Finsternis um mich herum wurde nun immer weicher und heller, bis sie langsam gräulich wurde und ich begann meinen Körper wieder zu spüren. Schmerz, nun von Dauer und nicht mehr abgedämpft, war das erste was ich fühlte, vom Scheitel bis zur Sole, kein Stück von mir schien frei davon zu sein. Doch ich atmete, selbst wenn es anstrengend und schmerzhaft war, und ich konnte langsam wieder Geräusche um mich herum wahrnehmen. Noch lange bevor mein Gehör aber wieder völlig zurückgekehrt war und ehe ich überhaupt daran denken konnte meine Augen zu öffnen, fühlte ich etwas anderes, eine warme Gegenwart an meiner Seite und das was eindeutig eine Hand war, die sich mit meiner verbunden hatte. Eine Hand die ich so sicher erkannte wie ein Inuzuka ein frisches Steak. Meine erste bewusst ausgeführte Regung seit wer wusste schon wie langer Zeit, war das schwache, aber doch deutliche Drücken von Akiras Hand.

    • Silvester hat einen neuen Beitrag "Konoha-Krankenhaus" geschrieben. 20.01.2025

      Meine Umgebung kam mir vor wie in einen dichten Nebel gehüllt, in einem blutroten, alles erstickenden Nebel, der sich auf meine Ohren legte und mir das Atmen schwer machte, wobei Letzteres vermutlich eher an meinem zerschnetterten Brustkorb lag. Jedenfalls fiel es mir schwer die Dinge um mich herum wahrzunehmen, dennoch suchte ich, ich suchte nach einer ganz bestimmten Person, die deren Namen ich eben noch über die Lippen bekommen hatte. Ich hörte erst ein dumpfes Geräusch, das mir vertraut vorkam, dann, zu meiner unendlichen Erleichterung, zeichnete sich über mir das Gesicht ab, welches ich vor meinem Ableben noch ein letztes Mal hatte sehen wollen. Akira. Wann oder wie ich mich auf den Rücken gedreht hatte wusste ich nicht mehr, ich wusste eine Menge nicht mehr, aber eine Sache war nach wie vor glasklar in meinem Gehirn verankert. Ich wusste dass es Akira war dessen engelsgleiches Antlitz da über mir schwebte. Leider konnte ich nicht recht verstehen was er sagte, es war als würde er durch dicke Watte zu mir sprechen, doch ich war schon glücklich überhaupt seine Stimme noch einmal zu hören. Eine suchende, zerschundene Hand fand ihren langsamen, schmerzlichen Weg Akiras Körper hinauf, mit einem winzigen Rest Stärke den mir wohl Mutter Natur für meine letzten Momente geschenkt hatte. Schließlich spürte ich die weiche Wange meines Partners unter meinen blutigen Fingern, seine Tränen hinterließen schmale, saubergewaschene Streifen auf meinem Handrücken. Meine Lippen bewegten sich leicht, sie formten ein kaum sichtbares und doch vorhandenes Lächeln. Eins der seltenen Lächeln die ich kaum jemand anderem als Akira und den Tieren dieser Welt zeigte. Ich lächelte einfach nicht oft, ich sah nicht wozu das gut sein sollte, doch Akira hatte immer wieder diese Regung in mir ausgelöst. So wie jetzt auch, denn ich war erleichtert, dass ich ihn noch ein letztes Mal sehen durfte, dass ich mich von ihm verabschieden durfte. Ich schaffte es nicht mehr etwas zu sagen, doch ich hoffte, dass meine kaum noch offenzuhaltenden Augen ausdrückten was ich ihm sagen wollte. Ich liebe dich. Verzeih mir. Leb wohl. Dann sackte meine Hand mit einem grausigen Geräusch zurück auf den Boden und ich verlor endgültig den Kampf mit der Dunkelheit, die mich in ihre Arme zog, für immer, wie ich mir sicher war. Was mit mir danach geschah würde ich nur aus Erzählungen erfahren.

    • Silvester hat einen neuen Beitrag "Konoha-Krankenhaus" geschrieben. 14.01.2025

      Es war ein kurzer Kampf, ein kurzer, aber sehr heftiger. Ich hatte meine ganzen Kraftreserven aufgebraucht, hatte mein gesamtes Können aufgewandt und einen Moment hatte es sogar so gewirkt als könnte ich Pain erwischen, nur einen Schlag, der viel Effekt hatte, doch es war vergebene Hoffnung gewesen. Ich prallte gegen die Barrikaden und zertrümmerte sie mit meinem Körper. Ich hörte ein ekelhaftes Knacken und realisierte erst nach einer kleinen Weile, dass es nicht die Barrikaden gewesen waren, die dieses Geräusch gemacht hatten, es war der Klang meiner eigenen zerberstenden Knochen gewesen, welcher so laut durch meinen Körper geschallt hatte. Noch einmal versuchte ich aufzustehen, wobei mein Körper von einem nach Luft ringendem und blutigen Husten geschüttelt wurde, jeder Atemzug tat weh, das Husten sandte Wellen gleisenden Schmerzes durch meinen Leib. Kurz meinte ich es fast mich wieder aufrichten zu können, doch dann gab mein Körper unter dem großen Schaden endgültig nach, den er genommen hatte und ich fiel mit einem dumpfen Geräusch wieder in den Staub. Mir fiel nichts ein was ich Pain hätte antworten können und ich glaubte auch nicht, dass er es gehört hätte, wenn doch, oder ob ich überhaupt einen Ton hervor gebracht hätte. Pain verschwand, ich wusste nicht wohin, doch eines wusste ich, ich hatte mein Ziel erreicht, wenigstens für den Moment. Die Augen nur einen kleinen Spalt offen sah ich die Blutlache an, die sich nach und nach vor und um mich herum im Dreck ausbreitete, mein Blut, das aus klaffenden Wunden und offenen Brüchen hervorsickerte. Akira. Sein Name war alles was in meinem Kopf noch Platz hatte, neben den Schmerzen und der immer weiter herannahenden Dunkelheit, welche sich in meinem Geist breitmachen wollte. Mir war klar, dass das hier mein letzter Kampf gewesen war, mein Körper war zerbrochen, er hatte alles gegeben und nun war es vorbei. Aber ich wollte noch eine letzte Sache in meinem Leben, ich hatte einen einzigen abschließenden Wunsch. Ich wollte Akira noch einmal sehen, denn wer wusste schon was nach dem Tod kam? Ob wir uns je wieder sehen würden? Ich hatte es immer gehofft, doch nun, im Angesicht des Todes, war ich mir nicht mehr so sicher. Ich würde später nicht mehr sagen können wie ich es geschafft hatte die paar Meter zum und durch den Eingang des Krankenhauses zu bewältigen, ob ich mich selbst über den Boden schleifte oder kroch, Fakt war, dass ich letztlich im Eingangsbereich angekommen war und mich dort endgültig die Kraft verließ, woher auch immer ich diese noch genommen hatte. Ich musste ein erschreckendes Bild abgeben, meine Kleidung war fast bis zur Unkenntlichkeit zerrissen, jeder sichtbare, und unsichtbare, Teil meines Körpers war übersäht mit Hämatomen, Abschürfungen, offenen Wunden und hervorstehenden Knochen, meine Extremitäten waren teils so verrenkt, dass ich beinahe den Eindruck machte eine Puppe zu sein, deren Fäden durchtrennt worden waren und welche unglücklich auf den Boden gefallen war. Ich fühlte mich auf jeden Fall so. Ein schauerlicher Anblick war aber auch mein Kopf selbst, denn ein tiefer Riss verlief über den Saygon-Schädel auf meinem Haupt, dass er überhaupt noch da war grenzte bereits an ein Wunder, und aus den Augenhöhlen, hinter welchen meine eigenen, kaum noch offenen Augen lagen, rann Blut, als würde der Schädel selbst die roten Tropfen weinen. A..Ak-Akira... Wäre ich nicht so auf andere Dinge fixiert gewesen wie etwa sterben oder dass ich meinen Partner noch ein letztes Mal sehen wollte, wäre ich beeindruckt davon gewesen, dass ich doch überhaupt noch etwas über die Lippen brachte, was nicht Speichel oder Blut war.

    • Silvester hat einen neuen Beitrag "Konoha-Krankenhaus" geschrieben. 09.01.2025

      Ich ließ keinen Gedanken in meinem Kopf zu, als den daran, dass ich Akira und das wofür er stehen wollte beschützen musste. Ich war nicht in Konoha um des Dorfes willen, ich kämpfte nicht für diesen Ort. Ich war hier weil auch Akira hier war, ich war geblieben, weil er zurück nach Konoha gekommen war nach seiner Trainingsreise und er hier verwurzelt war. Akira war der Anker der mich hier hielt und egal wo auch immer er hingehen wollte, ich würde ihm folgen. Akira liebte Konoha und glaubte fest an seine Heimat und wofür sie stand, ich liebte Akira und glaubte fest an ihn, so einfach war das. Dass ich mich nun mit einem Sprung praktisch zwischen Pain und das Krankenhaus warf, direkt vor den Mann, der eben fast ganz Konoha zerstört und ohne Zweifel Unzählige dabei ausgelöscht hatte, lag also nicht daran, dass ich meinetwillen den wohlmöglich letzten sicheren Ort in der weiten Umgebung schützen wollte, sondern einfach daran, dass dort drinnen nicht nur Leute waren die Akira beschützen wollte, weshalb ich das selbe tat, sondern, und das war der größte Part, dass Akira selbst in diesem Gebäude war und ich Pain nur über meine Leiche umsetzen lassen würde, was er eben noch unterbrochen hatte. Es hatte eine Zeit gegeben in der sich Akatsuki anzuschließen verführerisch war, denn nichts hatte ich lieber gewollt als mich ein für alle Mal von meinem Clan zu lösen und weit weg zu reisen, ich hatte Pains Angebot, in Form von zwei Fläschchen Nagellack, damals wirklich in Erwägung gezogen, doch dann hatte Akira mich gebeten auf ihn zu warten und da Akira schließlich bleiben hatte wollen waren die beiden Fläschchen unbenutzt geblieben. Nun stand ich also zwischen Pain, einem Ninja mit scheints unvorstellbaren Kräften, und dem Gebäude in dem das Einzige auf der Welt lag das ich mehr liebte als die Natur selbst. Ich fackelte nicht lange und brachte mich unmittelbar in Kampfstellung, mein Byakugan weiterhin aktiviert, eine Hand etwa auf Brusthöhe neben meinem Körper, die andere ausgestreckt vor mir, mit leicht abgewinkeltem Ellenbogen, die Beine auseinander und eine Spur gebeugt. Spar dir das, ich bin hier um dich aufzuhalten. Mir war bewusst, dass ich Pain nicht besiegen konnte, ich war nicht naiv, jeder Blinde sah wie mächtig er war, stärker als ich, aber ich wollte eher bei dem Versuch sterben Akira und seine Patienten zu beschützen als zusehen zu müssen wie sie zerstampft wurden als wären sie nichts als kleine Käfer unter Pains Schuhen.

    • Silvester hat einen neuen Beitrag "Konoha-Krankenhaus" geschrieben. 25.12.2024

      Canon-Zeitsprung bis zum Angriff von Pain auf Konoha

      Das Dorf war innerhalb weniger Momente im kompletten Chaos versunken, Explosionen waren nah und fern zu hören, die Luft war Stellenweise so voller Staub, dass es schwer war zu atmen, man hörte Menschen schreien, Gebäude einstürzen und das ständige Geräusch von rennenden Füßen. Ich hatte mein Byakugan sofort aktiviert und war so fähig gewesen den meisten stürzenden Schuttteilen auszuweichen. Großteils war ich damit beschäftigt Zivilisten in Sicherheit zu bringen und Verletzten nach Möglichkeit medizinische Versorgung zu verschaffen. So kam es nun auch, dass ich eine schwer verletzte Kunoichi gerade eben auf den Armen ins Krankenhaus getragen hatte. Am Eingang übergab ich sie jemand anderem und drehte mich sofort auf dem Absatz um, um wieder auf die Straße zu marschieren. Mein Gesicht war vollkommen stoisch, keine Regung zeigte sich darauf, ich war komplett im Moment, kein Gedanke an die Zukunft oder das was noch passieren mochte, nicht daran was mein Schicksal war und auch nicht daran wie aussichtslos die Situation eigentlich war. Dank meiner beinahe perfekten Rundumsicht behielt ich alles im Auge und sprang, wie schon einige Male zuvor, auf ein nahes Dach um die Umgebung zu scannen. Seit der Angriff begonnen hatte hielt ich mich im Umfeld des Krankenhauses auf und während mein rationales Gehirn der Überzeugung war es wäre, weil sich dort drin die meisten Wehrlosen befanden, was ja auch stimmte, wusste mein Unterbewusstsein die eigentliche Wahrheit: Akira war dort drin, ich musste ihn schützen, ihn und die unzähligen Verletzten Personen um die er sich kümmerte.

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Silvester
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